Panikattacken können für Betroffene sehr beängstigend sein. Viele Menschen berichten, dass die Symptome plötzlich auftreten und sich kaum kontrollieren lassen. Herzklopfen, Atemnot, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, können innerhalb weniger Minuten entstehen.
Wer zum ersten Mal eine Panikattacke erlebt, denkt häufig zunächst an eine körperliche Erkrankung oder einen medizinischen Notfall. Doch in vielen Fällen handelt es sich um eine intensive Stressreaktion des Nervensystems.
Wenn man versteht, wie Panikattacken entstehen, verlieren sie für viele Menschen einen Teil ihrer Bedrohlichkeit.
Eine Panikattacke ist eine plötzlich auftretende, intensive Angstreaktion. Der Körper aktiviert dabei ein uraltes Schutzsystem, das ursprünglich dafür gedacht war, in gefährlichen Situationen schnell reagieren zu können.
Dieses System wird oft als „Kampf-oder-Flucht-Reaktion“ bezeichnet. Dabei schüttet der Körper Stresshormone aus, die ihn in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit versetzen.
Typische Symptome einer Panikattacke können sein:
Herzklopfen oder Herzrasen
Atemnot oder das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen
Schwindel oder Benommenheit
Zittern oder Schwitzen
Engegefühl in der Brust
das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
Diese Symptome können sehr intensiv sein, sind jedoch in den meisten Fällen keine Gefahr für den Körper.
Panikattacken entstehen häufig durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Dazu können gehören:
dauerhafter Stress
ungelöste Sorgen oder Belastungen
innere Anspannung
körperliche Erschöpfung
belastende Gedankenmuster.
Viele Menschen erleben Panikattacken in Lebensphasen, in denen sie sich stark unter Druck fühlen oder emotional überfordert sind.
Auch Gedankenkreisen oder Grübeln kann eine Rolle spielen.
Mehr darüber erfahren Sie hier:
Grübeln und Gedankenkarussell
Unser Nervensystem reagiert sehr sensibel auf Stress. Wenn es über längere Zeit stark aktiviert ist, kann es schneller in einen Alarmzustand wechseln.
Dann kann es passieren, dass der Körper eine Stressreaktion auslöst, obwohl objektiv keine Gefahr vorhanden ist.
Viele Betroffene berichten, dass sie sich in solchen Momenten fragen:
„Warum reagiert mein Körper so stark?“
„Was passiert gerade mit mir?“
Das Verständnis dieser körperlichen Prozesse kann helfen, Panikattacken besser einzuordnen.
Panikattacken können sich manchmal selbst verstärken. Das liegt daran, dass die körperlichen Symptome wiederum Angst auslösen können.
Ein Beispiel:
Das Herz beginnt schneller zu schlagen.
Die Person bemerkt den schnellen Puls.
Dadurch entsteht die Sorge, etwas könnte nicht stimmen.
Diese Sorge verstärkt die körperliche Stressreaktion.
So kann ein Kreislauf der Angst entstehen.
Hypnosetherapie arbeitet mit einem Zustand tiefer Entspannung und konzentrierter Aufmerksamkeit. In diesem Zustand kann es leichter werden, körperliche Stressreaktionen zu regulieren und neue innere Strategien zu entwickeln.
In der therapeutischen Arbeit kann es zum Beispiel darum gehen,
innere Stressmuster besser zu verstehen
automatische Angstreaktionen zu verändern
das Nervensystem wieder stärker zu beruhigen.
Mehr über diese Methode erfahren Sie hier:
Hypnosetherapie
Viele Menschen, die unter Panikattacken leiden, berichten auch von dauerhafter innerer Unruhe oder Stress.
Mehr dazu lesen Sie hier:
Stress und innere Unruhe
Neben therapeutischen Sitzungen kann auch das Erlernen von Selbsthypnose hilfreich sein. Viele Menschen nutzen diese Technik, um ihr Nervensystem zu beruhigen und schneller in einen Zustand der Entspannung zu gelangen.
Mehr dazu erfahren Sie hier:
Selbsthypnose
Auch wenn Panikattacken sehr belastend sein können, zeigen Erfahrungen aus der therapeutischen Praxis, dass viele Menschen lernen können, ihre Angstreaktionen besser zu regulieren.
Wenn die zugrunde liegenden Stress- und Denkmuster verstanden werden, kann sich der Umgang mit Angst deutlich verändern.
Wenn Sie unter Panikattacken, starker innerer Unruhe oder Ängsten leiden und Unterstützung suchen, kann Hypnosetherapie helfen, neue Wege im Umgang mit diesen Erfahrungen zu entwickeln.
