Menschen mit Emetophobie kennen häufig eine Angst, die für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar ist.
Schon ein leichtes Gefühl im Magen kann starke innere Unruhe auslösen.
Gedanken beginnen zu kreisen:
„Was ist, wenn mir schlecht wird?“
„Was ist, wenn ich mich übergeben muss?“
„Was ist, wenn ich die Kontrolle verliere?“
Viele Betroffene beginnen deshalb, bestimmte Lebensmittel, Restaurants, Reisen oder soziale Situationen zu vermeiden.
Manche beobachten ihren Körper ständig.
Andere kontrollieren Lebensmittel besonders sorgfältig oder achten permanent auf mögliche Anzeichen von Übelkeit.
Das Problem:
Je stärker der Körper beobachtet wird, desto deutlicher können körperliche Empfindungen wahrgenommen werden.
Angst und körperliche Anspannung können sich gegenseitig verstärken.
So kann ein belastender Kreislauf aus Angst, Körperbeobachtung, Übelkeit und erneuter Angst entstehen.
Genau hier setzt meine therapeutische Arbeit an.
TERMIN FÜR HYPNOSETHERAPIE VEREINBAREN
Emetophobie bezeichnet eine ausgeprägte Angst vor dem Erbrechen.
Dabei kann sich die Angst auf unterschiedliche Situationen beziehen.
Manche Menschen haben vor allem Angst davor, sich selbst übergeben zu müssen.
Andere fürchten, mitzuerleben, wie sich ein anderer Mensch übergibt.
Häufig besteht zusätzlich eine starke Angst vor Übelkeit, Magen-Darm-Erkrankungen oder einem möglichen Kontrollverlust.
Die Angst kann dazu führen, dass Betroffene ihren Alltag zunehmend an möglichen Risiken ausrichten.
Bestimmte Lebensmittel werden vermieden.
Restaurants werden sorgfältig ausgewählt.
Reisen können zur Belastung werden.
Menschen mit Magen-Darm-Beschwerden werden gemieden.
Manche Betroffene kontrollieren Haltbarkeitsdaten oder Lebensmittel immer wieder.
Andere beobachten permanent ihren eigenen Körper.
Die Angst beginnt, Entscheidungen zu beeinflussen.
Und genau das kann die Lebensqualität zunehmend einschränken.
Viele Menschen mit Emetophobie wissen rational, dass nicht jede Magenempfindung eine tatsächliche Gefahr bedeutet.
Und trotzdem reagiert der Körper.
Das Nervensystem scheint schneller zu sein als der bewusste Gedanke.
Ein leichtes Unwohlsein kann ausreichen.
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf den Magen.
Die innere Anspannung steigt.
Der Körper reagiert.
Und genau diese körperliche Reaktion kann wiederum als Bestätigung der Angst erlebt werden:
„Ich merke doch, dass mir schlecht wird.“
So kann ein automatisierter Angstkreislauf entstehen.
Aus meiner therapeutischen Erfahrung liegt das Problem deshalb häufig nicht in fehlendem Wissen.
Viele Betroffene haben bereits sehr viel über ihre Angst nachgedacht.
Sie haben versucht, sich zu beruhigen.
Sie haben sich selbst erklärt, dass keine unmittelbare Gefahr besteht.
Und trotzdem kehrt die Angst zurück.
Das Problem können automatisierte innere Reaktionsmuster sein, die sich der bewussten Kontrolle teilweise entziehen.
Genau diese Prozesse können im Rahmen einer Hypnosetherapie gezielt zugänglich gemacht und therapeutisch bearbeitet werden.
Bei Emetophobie kann sich ein sich selbst verstärkender Kreislauf entwickeln:
Körperempfindung → Aufmerksamkeit → Angst → Anspannung → stärkere Körperempfindung → mehr Angst
Ein leichtes Ziehen im Bauch wird wahrgenommen.
Die Aufmerksamkeit richtet sich sofort auf den Körper.
„Ist mir schlecht?“
Der Körper wird kontrolliert.
Die Atmung verändert sich möglicherweise.
Die innere Anspannung steigt.
Stress und Angst können wiederum körperliche Reaktionen beeinflussen.
Diese Reaktionen werden erneut beobachtet.
„Jetzt wird es schlimmer.“
Die Angst steigt weiter.
Das bedeutet nicht, dass Betroffene sich ihre körperlichen Empfindungen „einbilden“.
Die körperlichen Empfindungen können sehr real sein.
Entscheidend ist jedoch die Frage, wie das Nervensystem diese Empfindungen bewertet und welche automatisierten Reaktionen dadurch ausgelöst werden.
Viele Betroffene entwickeln mit der Zeit eigene Sicherheitsstrategien.
Sie nehmen bestimmte Dinge mit.
Sie sitzen möglichst in der Nähe eines Ausgangs.
Sie informieren sich vor Reisen über Toiletten oder medizinische Versorgung.
Sie vermeiden Situationen, aus denen sie nicht schnell herauskommen können.
Solche Strategien können kurzfristig Sicherheit vermitteln.
Langfristig können sie jedoch dazu beitragen, dass die Angst weiterhin eine zentrale Bedeutung behält.
Hypnose wird manchmal ausschließlich mit Entspannung verbunden.
Meine therapeutische Arbeit geht darüber hinaus.
Bei Emetophobie geht es aus meiner Sicht nicht darum, die Angst einfach „wegzusuggerieren“.
Entscheidend ist vielmehr die Frage:
Welche inneren Prozesse halten die Angst vor Übelkeit und Erbrechen aufrecht?
Hypnosetherapie kann einen besonderen Zugang zu automatisierten emotionalen und körperlichen Reaktionsmustern ermöglichen.
Dabei können beispielsweise Themen wie
eine Rolle spielen.
Jeder Mensch bringt dabei seine eigene Geschichte mit.
Deshalb arbeite ich nicht mit einer standardisierten „Emetophobie-Hypnose“.
Die therapeutische Vorgehensweise wird individuell auf die persönliche Situation und die zugrunde liegenden Prozesse abgestimmt.
Seit mehr als 15 Jahren arbeite ich therapeutisch mit Hypnose.
In dieser Zeit habe ich über 10.000 Hypnosesitzungen mit Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen durchgeführt.
Ein besonderer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf Ängsten, Panikreaktionen, innerer Unruhe und automatisierten emotionalen Reaktionsmustern.
Aus dieser langjährigen praktischen Erfahrung hat sich mein eigener therapeutischer Ansatz entwickelt:
die Brökelmann-Methode™.
Sie verbindet spezialisierte Hypnosetherapie mit psychologischen und neurobiologisch orientierten Betrachtungsweisen.
Bei Emetophobie interessiert mich deshalb nicht ausschließlich das sichtbare Symptom.
Ich möchte verstehen:
Wann reagiert Ihr inneres Alarmsystem?
Welche Situationen lösen die Angst aus?
Welche körperlichen Empfindungen werden besonders stark beobachtet?
Welche Sicherheitsstrategien haben sich entwickelt?
Und welche inneren Prozesse halten den Angstkreislauf aufrecht?
Die therapeutische Arbeit setzt dort an, wo bewusste Kontrolle allein häufig nicht mehr ausreicht.
Nicht verdrängen.
Nicht überdecken.
Sondern therapeutisch verändern.
MEHR ÜBER DIE BRÖKELMANN-METHODE™
Diesen oder einen ähnlichen Satz höre ich in meiner Praxis immer wieder.
Gerade Menschen mit Ängsten haben ihre Situation häufig sehr genau analysiert.
Sie wissen viel über ihre Angst.
Sie erkennen ihre eigenen Reaktionsmuster.
Und trotzdem reagiert der Körper.
Das kann sehr frustrierend sein.
Doch genau darin liegt ein wichtiger Hinweis:
Rationales Verstehen und automatische emotionale Reaktionen sind nicht immer dasselbe.
Sie können wissen, dass ein Lebensmittel wahrscheinlich völlig unbedenklich ist.
Und trotzdem Angst empfinden.
Sie können wissen, dass eine leichte Magenempfindung harmlos sein kann.
Und trotzdem beginnt Ihr inneres Alarmsystem zu reagieren.
Hypnosetherapie kann dabei helfen, einen therapeutischen Zugang zu diesen automatisierten Reaktionsprozessen zu schaffen.
Das therapeutische Ziel ist individuell.
Es geht nicht darum, Ihnen zu versprechen, dass Sie nie wieder Übelkeit empfinden werden.
Übelkeit ist eine normale körperliche Empfindung.
Vielmehr kann es darum gehen, den Umgang mit körperlichen Empfindungen und angstauslösenden Situationen therapeutisch zu verändern.
Mögliche therapeutische Ziele können sein:
Das Ziel ist nicht die vollständige Kontrolle über den Körper.
Das Ziel kann vielmehr sein, dass die Angst immer weniger Kontrolle über Ihr Leben hat.
Wenn die Angst vor Übelkeit oder Erbrechen Ihren Alltag zunehmend bestimmt, kann es sinnvoll sein, die zugrunde liegenden Angstprozesse therapeutisch genauer zu betrachten.
In meiner Praxis in Paderborn begleite ich Menschen mit Ängsten, Panikreaktionen und automatisierten emotionalen Reaktionsmustern.
Die therapeutische Arbeit wird individuell auf Ihre persönliche Situation abgestimmt.
Hypnosetherapie | 15+ Jahre Erfahrung | 10.000+ Sitzungen
Heilpraktiker (Psychotherapie)
Hypnosetherapeut und Fachbuchautor
TERMIN FÜR HYPNOSETHERAPIE VEREINBAREN
